Lernende Kulturregion fördert Württembergische Philharmonie Reutlingen

Finanziert durch EU-, Bundes- und Landesmittel unterstützt die Lernende Kulturregion die Weiterentwicklung von Kultureinrichtungen auf der Schwäbischen Alb. Zuletzt wurde das Vorhaben der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, die eigenen Orchesterproben per Live-Stream in die regionalen Schulen zu übertragen, für eine Förderung ausgewählt.

Die Lernende Kulturregion ist 2016 durch die Initiative »TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel« der Kulturstiftung des Bundes entstanden. Sie unterstützt Kulturakteure auf der Schwäbischen Alb dabei, zukunftsfähige Strukturen und Arbeitsweisen zu entwickeln und sich noch besser für die Menschen und Themen in der Region zu öffnen. Bis Anfang 2019 können sich Kultureinrichtungen auf der Schwäbischen Alb um Fördermittel aus TRAFO und der zuständigen LEADER-Region bewerben. In diesem Rahmen wird auch das Streaming-Projekt der Württembergischen Philharmonie Reutlingen (WPR) in der LEADER-Region Mittlere Alb gefördert.

Die WPR zählt zu den drei großen Landesorchestern in Baden-Württemberg. Sie veranstaltet vielseitige Konzertreihen und Programme für unterschiedliche Zielgruppen: von Kindern und Jugendlichen bis hin zu Menschen mit Demenz. Ebenso ist der WPR die Zusammenarbeit mit regionalen Schulen ein Anliegen, denen es aus logistischen Gründen jedoch kaum noch möglich ist, die Proben und Konzerte in Reutlingen zu besuchen. Die WPR plant daher, ihre Orchesterproben per Live-Stream in weiterführende Schulen im LEADER-Gebiet Mittlere Alb zu übertragen. Weiterer Baustein des Projektes sind vorbereitende Workshops mit den Jugendlichen sowie deren Vernetzung mit einem Teil des Orchesters. Die Gesamtkosten des zweijährigen Projektes liegen bei 134.000 Euro, wovon die Lernende Kulturregion rund 22.000 Euro sowie die LEADER-Region Mittlere Alb rund 44.000 Euro finanziert.

Weitere Förderantrage können bis Anfang 2019 bei der Lernenden Kulturregion eingereicht werden. Bewerben können sich Kultureinrichtungen, die sich weiterentwickeln, neue Ideen ausprobieren und ihre Arbeitsweisen um unkonventionelle Formate und Kooperationen erweitern wollen, beispielsweise Theater, Museen und Konzerthäuser, aber auch Bibliotheken, Volkshochschulen und andere kulturelle Einrichtungen, die nicht rein ehrenamtlich geleitet werden. Weitere Voraussetzung ist, dass das beantragte Vorhaben innerhalb der Modellregion Schwäbische Alb realisiert wird. Informationen und Unterlagen zur Antragstellung sind hier oder bei der Projektleitung unter Tel. 07361 503-1247 erhältlich.