Selbstverständnis & Zielsetzung

Innovation und Vernetzung, Partizipation und Öffnung von Kultureinrichtungen für die Menschen und Themen im ländlichen Raum sind die Wegweiser, die die »Lernende Kulturregion Schwäbische Alb« aufgestellt hat.

Gemeinsam lernen

Die vom TRAFO-Programm definierte Modellregion Schwäbische Alb umfasst die LEADER -Regionen Brenzregion, Jagstregion, Mittlere Alb und Oberschwaben in den Landkreisen Alb-Donau, Biberach, Heidenheim, Ostalb, Reutlingen, Schwäbisch Hall und Sigmaringen.

LEADER steht für »Verbindungen zwischen Aktionen zur ländlichen Entwicklung« (franz. «liaison entre actions de développement rural»). Die in ausgewählten Regionen verfügbare Förderung beabsichtigt eine aktive und gezielte Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Verbänden und Institutionen. Der methodische Ansatz ermöglicht den Menschen vor Ort, regionale Prozesse mitzugestalten, lokale Stärken auszubauen und neue, innovative Wege zu erproben, um auf Herausforderungen im ländlichen Raum zu reagieren.

Ein ähnliches Anliegen verfolgt das Programm »TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel«, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, das Impulse und Beispiele für ein zukünftiges Kulturangebot in strukturschwachen Räumen gibt und Kultureinrichtungen auf dem Weg zu zeitgemäßen, spannenden Lern- und Kulturorten unterstützt.

Die »Lernende Kulturregion Schwäbische Alb« führt nun beide Instrumente zusammen und wird die LEADER-Förderung in der Periode 2016 bis 2020 weiter für (nicht investive) Kulturprojekte öffnen.

Ab 2017 können Kultureinrichtungen mit innovativen Ideen, die sich weiterentwickeln und in einem überregionalen Netzwerk beteiligen möchten, über Mittel aus TRAFO und den zuständigen LEADER-Regionen gefördert werden. Bei der Antragstellung werden sie von dem Projektbüro der »Lernenden Kulturregion« und den LEADER-Regionalmanagern beraten und begleitet, so dass auch kleinere Kultureinrichtungen die Möglichkeit erhalten, Anträge einzureichen. Durch die notwendige Zusammenarbeit und den nachhaltigen Austausch zwischen Kultur, Politik und Verwaltung fördert die »Lernende Kulturregion« somit auch Allianzen zugunsten attraktiver Kulturinstitutionen.

Neben der Umsetzung konkreter Projekte geht es insbesondere darum, Wissen zu vermitteln und die Debatte zur (Förderung der) Kultur im ländlichen Raum anzustoßen. So wurden zu Beginn des Projektes größere und kleinere Einrichtungen auf der Schwäbischen Alb ausgewählt, um in sogenannten Kulturwerkstätten zusammenzuarbeiten und als gutes Beispiel voranzugehen. Damit interessierte Kultureinrichtungen von deren Erfahrungen profitieren können, bietet die »Lernende Kulturregion« jedes Jahr eine öffentliche Kulturplattform  an.