Kultur in ländlichen Räumen weiterentwickeln

Über 100 Kulturakteure und Vertreter/innen kultureller Einrichtungen, Verbände und der Verwaltung diskutierten am Montag über Herausforderungen und Unterstützungsbedarfe zukunftsweisender Kulturarbeit in ländlichen Räumen. Anlass war die Kulturplattform #3 der „Lernenden Kulturregion Schwäbische Alb“, die im Landestheater Tübingen im Rahmen des bundesweiten Programms „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“ stattfand. Im Vorfeld trafen sich hochrangige Vertreter/innen der Landkreise, Regierungspräsidien und Ministerien, um darüber zu beraten, wie die Kultur in ländlichen Räumen ausgehend von den Erfahrungen des Projektes „Lernende Kulturregion“ ab 2021 gestärkt werden kann. „Eine Fortsetzung des Projektes ist nur denkbar, wenn Kommunen, Landkreise, Regierungspräsidien und das Land gemeinsam Verantwortung übernehmen“, so Staatssekretärin Olschowski. Um die Ressourcen für Kultur sinnvoll einzusetzen, seien Kooperationen und vernetzte Konzepte vonnöten. „Im Verbund und mit der Entwicklung spezifischer Stärken ist eine gute Zukunftsperspektive möglich, dank der viele Menschen erreicht werden können.“ Auch Landrat Pavel sprach sich für die Fortsetzung der Zusammenarbeit als Kulturregion aus: „Die Zukunft des Projektes braucht unser gemeinsames Engagement, die Vernetzung der Landkreise und Allianzen zwischen Kultur, Politik und Verwaltung. Wir müssen Rahmenbedingungen gestalten, die nachhaltige, gesellschaftsrelevante und identitätsstiftende Kulturarbeit in unserer Region ermöglichen.“ Samo Darian, Leiter des TRAFO-Programms sagte: „Wir freuen uns, dass die TRAFO-Modellregion Schwäbische Alb nicht nur zukunftsweisende Kulturprojekte entwickelt, sondern sich auch politisch vernetzt, um gemeinsam an der Weiterentwicklung der Kulturregion zu arbeiten. Mit diesen Allianzen entwickelt sich ein Modell, das beispielgebend für andere ländlich geprägte Regionen ist.“

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In der „Lernenden Kulturregion Schwäbische Alb“ sind seit 2016 zukunftsweisende Projekte im Rahmen des Programms „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“ der Kulturstiftung des Bundes entstanden. Auch die THEATERWERKSTATT des Landestheaters Tübingen war mit ungewöhnlichen Formaten auf der Alb unterwegs, um gemeinsam mit den Bewohner/innen ortsspezifische und identitätsstiftende Kulturangebote zu entwickeln. Durch die angestoßenen Projekte und die vielfältige Zusammenarbeit in der Modellregion wurden neue Wege der Kulturarbeit in ländlichen Räumen betreten, die die Schwäbische Alb weiterverfolgen will.

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Grund für die „Lernende Kulturregion“, ein Zwischenfazit zu ziehen und zu überlegen, welche Erfahrungen man über den Förderzeitraum hinaus nutzen will und wie es nach 2020 weitergehen kann. Da eine Kulturregion nur im Austausch zwischen Kultur, Politik und Verwaltung funktioniert, lud die „Lernende Kulturregion“ alle interessierten Akteure zur Kulturplattform #3 am 19. Februar im Landestheater Tübingen ein. In drei spartenübergreifenden Foren und einer gemeinsamen Diskussionsrunde begegneten sich über 100 Personen, um über produktive Bedingungen für Kunst- und Kulturschaffende in ländlichen Räumen zu diskutieren und neue Sichtweisen für eine zukunftsorientierte und spezifische Kulturarbeit jenseits der Ballungsräume zu entwickeln: Welche Aufgaben können Kulturämter und öffentliche Kultureinrichtungen übernehmen, was können Kulturvereine und ehrenamtliche Initiativen leisten? An welchen Stellen sind Kooperationen sinnvoll und wo liegen konkrete Unterstützungsbedarfe?

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Bereits im Vorfeld der Kulturplattform trafen sich Staatssekretärin Petra Olschowski (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst BW), Ministerialdirigent Jürgen Maier (Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz BW), Abteilungspräsident Dr. Kurt Mezger (Regierungspräsidium Stuttgart), Landrat Klaus Pavel (Ostalbkreis), Landrat Joachim Walter (Tübingen), Landrat Thomas Reumann (Reutlingen), Landrat Günther-Martin Pauli (Zollernalbkreis) sowie weitere Vertreter/innen der Landkreise, Regierungspräsidien und Ministerien, um über den Ausbau vorhandener Strukturen und notwendige Rahmenbedingungen zu sprechen und darüber zu beraten, wie die Kultur in ländlichen Räumen ausgehend von den Erfahrungen des Projektes „Lernende Kulturregion“ ab 2021 gestärkt werden kann.

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Dass sich auch die dritte Kulturplattform durch eine optimistische Stimmung und konstruktive Gespräche auszeichnete, lag auch an der professionellen Moderation durch Robert Montoto vom Kulturbüro der Metropolregion Rhein-Neckar sowie Dr. Nicole Fritz, Direktorin der Kunsthalle Tübingen, Dr. Wolfgang Sannwald, Leiter des Kulturamts im Landratsamt Tübingen und Wolfgang Mesner. Die Fragen und Ergebnisse der Veranstaltung sind hier als pdf-Dokument verfügbar und können über die Facebook-Seite der „Lernenden Kulturregion“ oder in einer E-Mail an info@lernende-kulturregion.de beantwortet bzw. kommentiert werden.

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